Datenleck bei Tinder & Bumble: So schützt du deine Dating-Daten nach dem ShinyHunters-Hack
Über 10 Millionen Dating-Profile wurden von der Hacker-Gruppe ShinyHunters erbeutet. Ein Weckruf für alle, die Dating-Apps nutzen. Hier erfährst du, was genau passiert ist, welche Risiken bestehen und wie du dich jetzt schützen kannst.
Der größte Dating-App-Hack des Jahres
Im Januar 2026 hat die berüchtigte Cybercrime-Gruppe ShinyHunters einen massiven Angriff auf die Dating-App-Industrie durchgeführt. Betroffen sind Match Group (das Unternehmen hinter Tinder, Match.com, Hinge, OkCupid und Meetic) sowie Bumble. Laut den Hackern wurden über 10 Millionen Nutzerdatensätze erbeutet.
ShinyHunters ist keine unbekannte Gruppe – sie waren bereits 2020 für Angriffe auf Microsoft, AT&T und andere Tech-Riesen verantwortlich. Diesmal haben sie sich Dating-Apps vorgenommen, und das hat weitreichende Konsequenzen für Millionen von Menschen weltweit.
Wichtig zu wissen:
Der Angriff erfolgte nicht durch einen technischen Server-Hack, sondern durch Social Engineering: Phishing und Vishing (Voice-Phishing). Mitarbeiter wurden manipuliert, ihre Zugangsdaten preiszugeben.
Welche Daten sind betroffen?
Match Group bestätigte, dass über 10 Millionen Datensätze kompromittiert wurden. Bumble erklärte, dass ein Contractor-Account gehackt wurde, der kurzzeitigen Zugriff auf einen kleinen Teil des Netzwerks hatte. Laut Bumble wurden keine Member-Datenbanken, User-Accounts oder private Nachrichten kompromittiert.
Allerdings ist bei solchen Vorfällen Vorsicht geboten: Unternehmen neigen dazu, den Schaden zunächst herunterzuspielen. Die tatsächliche Menge und Art der gestohlenen Daten wird oft erst später bekannt.
Mögliche kompromittierte Daten:
- Kontaktdaten: Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer
- Profilinformationen: Alter, Wohnort, Fotos, Bio, Interessen
- Demografische Daten: Geschlecht, sexuelle Orientierung, Beziehungsstatus
- Nutzungsverhalten: Swipe-Muster, Match-Historie, App-Nutzungszeiten
- Potenziell sensible Daten: Private Nachrichten, Zahlungsinformationen (unbestätigt)
Bessere Dating-Strategie statt riskante Apps
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Warum dieser Hack so problematisch ist
Dating-Profile enthalten eine einzigartige Kombination aus persönlichen und sensiblen Informationen. Anders als bei einem reinen E-Mail-Leak haben Cyberkriminelle hier Zugriff auf:
Die spezifischen Risiken:
- Gezielte Phishing-Angriffe: Mit deinen Dating-Vorlieben können Betrüger personalisierte Fake-Profile erstellen oder E-Mails versenden, die deutlich überzeugender sind.
- Identitätsdiebstahl: Die Kombination aus Name, Fotos, Wohnort und weiteren Details ermöglicht es Kriminellen, deine Identität zu stehlen.
- Erpressung: Wenn private Nachrichten oder intime Fotos kompromittiert wurden, besteht die Gefahr von Sextortion.
- Daten-Verkauf im Darknet: Deine Informationen können im Darknet verkauft und für weitere kriminelle Aktivitäten genutzt werden.
- Reputationsschäden: Informationen über sexuelle Orientierung oder Dating-Verhalten könnten öffentlich werden.
Beispiel:
Stell dir vor, ein Betrüger kennt nicht nur deine E-Mail, sondern auch, dass du auf Tinder nach langfristigen Beziehungen suchst und gerne wandern gehst. Die Fake-E-Mail "Hi, wir haben gematcht und ich dachte an ein Wander-Date" wirkt plötzlich sehr viel glaubwürdiger.
Was sagen die betroffenen Unternehmen?
Match Group und Bumble haben den Vorfall bestätigt und versichert, dass sie den Angriff untersuchen und Sicherheitsmaßnahmen verstärken. Beide Unternehmen betonen, dass nur ein begrenzter Teil der Systeme betroffen war.
Kritisch zu sehen ist jedoch: Weder Match Group noch Bumble haben klar kommuniziert, wie lange die Hacker Zugriff hatten, ob Passwörter kompromittiert wurden oder welche konkreten Schritte zum Schutz der Nutzer ergriffen werden. Die Kommunikation wirkt defensiv und eher darauf ausgerichtet, den PR-Schaden zu begrenzen.
Dein Aktionsplan: So schützt du dich jetzt
Panik ist nicht angebracht – aber Ignorieren auch nicht. Hier sind konkrete Schritte, die du jetzt unternehmen solltest, um deine Daten und Identität zu schützen.
Sofortmaßnahmen (innerhalb von 24 Stunden):
- Passwort ändern: Ändere dein Passwort bei Tinder, Bumble und allen anderen Dating-Apps. Verwende ein einzigartiges, starkes Passwort (mindestens 12 Zeichen, Kombination aus Buchstaben, Zahlen, Sonderzeichen).
- Passwort-Wiederverwendung prüfen: Wenn du dasselbe Passwort auch für E-Mail, Social Media oder Banking verwendet hast, ändere es ÜBERALL.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren: Aktiviere 2FA bei allen wichtigen Accounts (E-Mail, Banking, Social Media). Das macht es Hackern deutlich schwerer, auf deine Accounts zuzugreifen.
- Kontobewegungen überprüfen: Prüfe deine Kreditkarten- und Bankauszüge auf verdächtige Transaktionen. Wenn du ein Tinder-Abo hast, überlege, die Zahlungsmethode zu ändern.
Kurzfristige Maßnahmen (diese Woche):
- Phishing-E-Mails erkennen: Sei misstrauisch bei E-Mails, die angeblich von Dating-Apps stammen. Klicke NICHT auf Links, die dich auffordern, dein Passwort zurückzusetzen oder Daten zu bestätigen.
- Profil-Informationen reduzieren: Entferne sensible Informationen aus deinem Dating-Profil (Arbeitgeber, Instagram-Handle, spezifische Wohnorte).
- Passwort-Manager einrichten: Nutze einen Passwort-Manager (z.B. 1Password, Bitwarden), um für jeden Account ein einzigartiges Passwort zu haben.
- Datenschutz-Einstellungen überprüfen: Gehe in den Einstellungen deiner Dating-Apps durch, welche Daten geteilt werden und mit wem.
Bessere Dating-Strategie statt riskante Apps
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Langfristige Strategie:
- Kritisch hinterfragen: Überlege, ob du die App wirklich brauchst. Wenn du seit Monaten keine sinnvollen Matches hast, warum deine Daten weiter riskieren?
- Mehrere kleinere Apps statt einer großen: Die großen Apps (Tinder, Bumble) sind attraktive Ziele für Hacker. Kleinere, spezialisierte Dating-Plattformen haben oft bessere Sicherheitsstandards.
- Separate E-Mail für Dating: Erstelle eine separate E-Mail-Adresse nur für Dating-Apps. So bleibt deine Haupt-E-Mail geschützt.
- Regelmäßige Sicherheits-Checks: Überprüfe alle 3 Monate deine Passwörter und Datenschutz-Einstellungen.
Wird sich etwas ändern?
Kurzfristig: wahrscheinlich nicht. Match Group und Bumble werden PR-Damage-Control betreiben, einige Sicherheits-Updates durchführen und weitermachen. Die Unternehmen sind zu groß, um von einem Hack komplett zu Fall gebracht zu werden.
Langfristig: Dieser Vorfall könnte ein Wendepunkt sein. Immer mehr Menschen – besonders junge Nutzer – verlieren das Vertrauen in große Dating-Apps. Die Kombination aus schlechteren Algorithmen (um mehr Abo-Einnahmen zu generieren), frustrierenden Nutzererfahrungen und jetzt auch noch mangelnder Datensicherheit könnte einen Exodus auslösen.
Trend-Beobachtung:
Gen Z wendet sich bereits von Dating-Apps ab. Laut Umfragen bevorzugen immer mehr junge Menschen persönliche Begegnungen oder spezialisierte Communities. Dieser Hack könnte diesen Trend beschleunigen.
Eine bessere Dating-Strategie entwickeln
Dieser Hack zeigt: Es ist Zeit, deine Dating-Strategie zu überdenken. Anstatt blind auf Apps zu vertrauen, die deine Daten nicht schützen können und deren Algorithmen gegen dich arbeiten, brauchst du einen intelligenteren Ansatz.
Tools wie Eden AI bieten eine Alternative: Statt deine Daten auf unsicheren Servern zu speichern, bekommst du personalisiertes Coaching für dein Profil und deine Nachrichten. Du behältst die Kontrolle über deine Daten und verbesserst gleichzeitig deine Erfolgschancen.
Smarter daten in 2026:
- Qualität vor Quantität: Weniger Apps, dafür bessere Strategien für die, die du nutzt
- Datensicherheit ernst nehmen: Nicht nur Passwörter, sondern auch, welche Infos du überhaupt preisgibst
- Coaching statt Raten: Professionelle Unterstützung nutzen, um besser zu kommunizieren
- Offline-Optionen erkunden: Dating muss nicht nur online stattfinden
Fazit: Ein Weckruf für alle Dating-App-Nutzer
Der ShinyHunters-Hack von 2026 ist mehr als nur ein weiterer Datenleck-Skandal. Er zeigt systematische Probleme in der Dating-App-Industrie: mangelnde Sicherheitsstandards, intransparente Kommunikation und ein Geschäftsmodell, das User-Experience und Datenschutz hinter Profitmaximierung stellt.
Für dich bedeutet das: Übernimm die Kontrolle. Schütze deine Daten, ändere deine Passwörter, aktiviere 2FA und überdenke, welche Apps du wirklich brauchst. Dating sollte nicht bedeuten, deine Privatsphäre und Sicherheit zu opfern.
Es gibt bessere Wege. Smarter zu daten heißt nicht, auf Dating-Apps komplett zu verzichten – aber es heißt, strategischer damit umzugehen und Tools zu nutzen, die dich unterstützen, ohne deine Daten zu gefährden.